Wintergrillen – 10 Tipps für das Grillen bei Kälte

Wintergrillen
Foto: Stefanie Herbst

Liebe Grillfreunde, die Temperaturen sind immer noch frostig, das ist aber kein Grund, sich nicht auch im Januar an den Grill zu stellen. Kleiner Haken beim Wintergrillen: Man braucht etwas mehr Fingerspitzengefühl, damit Fisch, Fleisch & Co. auch bei eisigen Temperaturen heiß serviert werden können. Darum habe ich heute für Euch ein zehn Tipps zusammengestellt, wie Ihr auch bei Schnee und Kälte grillen könnt.

  1. Mit Deckel grillen Kugel- oder Gasgrills sind für das Wintergrillen perfekt geeignet, weil sie durch ihren Deckel die Hitze gut halten können. Ohne Deckel steht der Grillmeister vor einer kaum zu bewältigenden Herausforderung. Denn selbst wenn Bratwürstchen schön braun geworden sind, kommen sie im besten Fall lauwarm auf den Teller. Vermeiden Sie den häufigen Blick unter den Deckel! Dabei geht jedes Mal Hitze verloren. Fünf Sekunden reichen aus, um die Temperatur im Grill um 100 Grad absinken zu lassen! Tipp: Nutzen Sie ein drahtloses Fleischthermometer. Es misst die Kerntemperatur des Grillguts und sendet die Daten auf ein Gerät außerhalb des Grills.
  2. Mehr Brennstoff einplanen Bei niedrigen  Außentemperaturen benötigt ihr deutlich mehr Kohle, ihr solltet mindestens zehn bis zwanzig Prozent mehr Verbrauch einplanen als im Sommer.
  3. Lieber Briketts statt Holzkohle Grillbriketts brauchen zwar länger als Holzkohle, bis sie richtig durchgeglüht sind, dafür halten sie aber die Hitze viel länger, verbrennen langsamer und geben die Hitze gleichmäßiger ab.
  4. Das richtige Gas verwenden Nicht jedes Gas eignet sich für das Wintergrillen. Butangas verflüssigt sich schon ab -1 Grad (Siedepunkt), dann ist Grillen nicht mehr möglich. Besser geeignet ist Propangas, dessen Siedepunkt erst bei ca. minus 40 Grad Celsius erreicht wird. Und im Winter gilt noch mehr als im Sommer: Ihr solltet unbedingt eine zweite Flasche Gas als Reserve bereit halten.
  5. Grill richtig platzieren Auch wenn es noch kälter und ungemütlicher ist: Der Griller steht immer frontal zum Wind. Der Grund: Öffnet ihr  den Deckel des Grills, kühlt das Grillgut auf dem Rost nicht ganz so schnell aus, da der geöffnete Deckel den Wind abhält.
  6. Rohes Grillgut warmhalten Hier gilt ebendfalls dieselbe Regel wie im Sommer: Fleisch und Fisch sollten  mit Zimmertemperatur auf den Rost gelegt werden, damit das Grillgut im Kern warm werden kann, bevor es von außen verkohlt ist. Ich lege es bis zum Auflegen immer in eine Styropor- oder Thermobox, um ein Auskühlen zu verhindern. Oder bringe die Zutaten erst ins in den Garten, wenn ich wirklich sofort losgrillen will.
  7. Mehr Zeit einplanen Die kühlen Außentemperaturen verlängern die Grillzeit. Besonders bei großen und dicken Fleischstücken kann sich das dann ziemlich lang hinziehen. Faustregel: Mindestens 20 Prozent mehr Zeit als im Sommer einplanen. Und auch wenn es schwer fällt: Ausnahmsweise lieber mal dünnere Steaks auf den Rost legen.
  8. Pappteller statt Porzellan Sieht nicht schön aus, ist aber praktisch: Serviert das Essen auf Papptellern! Vorteil: Das Grillgut kühlt darauf nicht so schnell aus. Wenn es unbedingt Porzellan sein muss: Unbedingt im Backofen vorheizen!
  9. Ordnung halten Bevor es ans Essen geht: Ich bringe Grillzangen, Pinsel und Schalen noch schnell in die Küche, da sie sonst auf den Arbeitsflächen festfrieren können. Im Idealfall beseitige ich auch noch Essensreste oder Fettspritzer, da sich sich, sind sie erst einmal eingefroren, am nächsten Morgen nur schwer reinigen lassen.
  10. Heizstrahler aufstellen Mein bester Freund im Winter ist der Heizstrahler. Uriger sind natürlich eine oder mehrere Feuerschalen, die in der Dunkelheit noch für eine schöne Atmosphäre sorgen. Wenn Ihr sogar draußen essen wollt, solltet Ihr natürlich für ausreichend Kissen und Decken und warme Getränke, zum Beispiel Glühwein, sorgen

Gut Glut, Euer Micha

Wintergrillen

Foto: Stefanie Herbst

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