Test Weber Traveler und Weber Genesis 2 mit Connect-Technology

EST WEBER TRAVELER
Foto: Fredrik von Erichsen

Liebe Grillfreude, jedes Jahr im Frühjahr schauen Grillfans gespannt nach Ingelheim am Rhein: Am deutschen Firmensitz von Weber-Stephen werden dann die Neuheiten für die nächste Grill-Saison präsentiert. Als erster Blogger in Deutschland durfte ich diese Woche die beiden neusten Modelle, die erst Ende April auf den Markt kommen, exklusiv ausprobieren. Darum heute mal nichts zu futtern, sondern den ersten Test Weber Traveler und den Weber Genesis 2 mit Connect-Technology

Beim Weber Traveller ist der Name Programm: Er wurde dafür konzipiert, mit ihm reisen zu können. Der kleine Gasgrill (an dem sich aber große Gasflaschen anschließen lassen) wiegt 22 Kilo und lässt sich auf zwei großen Rollen wie ein Handgepäck-Trolley ziehen. Mit seinem Maßen (111 x 58 x 35 cm) passt er aber auch in (fast jeden) Kofferraum bequem rein, ohne dass man irgendetwas abmontieren muss, zum Beispiel die Räder oder den Handlauf.

Weber Traveler im Test

Mit nur zwei Handgriffen ist er in Sekundenschnelle einsatzbereit: Transportsicherung lösen, Fuß auf das Gestell setzen und hochziehen.

Test Weber Traveler
Erster Schritt: Transportsicherung lösen
Test Weber Traveler
Grill hochziehen

Aufgebaut ist es ein vollwertiger Grill mit Deckel und einem 63,5 mal 34,3 Zentimeter großem Grillrost aus Gusseisen.

Weber Traveler im Test

Im Test erreichte der Traveller im Innenraum Temperatur von 300 Grad, bei denen die beiden australischen Black-Angus-Steaks perfekt gegrillt wurden. Auch das rautenförmige Grillmuster (das  Auge ißt ja mit) gelang perfekt und das Fleisch hatte ein schönes Branding.

Der Abbau ist ebenfalls mit nur zwei Handgriffen erledigt: Am roten Griff unter der Ablagefläche ziehen und der Grill senkt sich automatisch ab. Der Deckel wird für den Transport automatisch gesichert und auch die Roste sind so eingebaut, dass sie nicht abgebaut werden müssen.

Test Weber Traveler
Dank Luftdruckfederung senkt sich der Grill ganz langsam – fast wie von Geisterhand

Zusammengeklappt lässt er sich leicht (nicht nur Straßen bzw. Wegen, sondern auch z.B. über Wiesen, ziehen.

Test Weber Traveler
Test Weber Traveler

Oder lässt sich in den Kofferraum verstauen.

Test Weber Traveler

Fazit Test Weber Traveler: Der Traveller ist sicher nicht nur für Reisen oder Camping gut geeignet, sondern auch für kleine Balkone oder Terrassen, da er nur wenig Platz wegnimmt. Wenn es etwas zu kritisieren gibt: er hat nur einen Brenner. Der Traveler kommt an Ende April in den Handel und kostet UVP 471,45 Euro, online wird er aber teilweise schon für rund 450 Euro angeboten.

Technisch deutlich anspruchsvoller ist „Genesis 2 mit Connect-Technology“: Er soll ermöglichen, dass nicht nur „Grillprofis“, sondern auch Anfängern ein perfektes Grillmenü gelingt.

Genesis 2 mit Connect-Technology

Kernstück des 4-Flammen-Gasgrills ist eine digitale Steuereinheit, die am Grill links in die Ablagefläche eingebaut ist. Sie zeigt zum einem ständig die Temperatur im Grill an, zum anderen können zwei Temperaturfühler angeschlossen werden, mit denen die Gartemperatur im Grillgut angezeigt wird. Zusätzlich können die gewünschten Kerntemperaturen (z.B. 54 Grad für ein Steak medium) oder die gewünschte Grillzeit (sechs Stunden bei Ribs) per Knopfdruck eingestellt werden.

Genesis 2 mit Connect-Technology

Die Steuereinheit das Grills lässt sich außerdem per WLAN oder Bluetooth mit der Connect-App auf dem Smartphone verbinden. Die führt den Griller vom Anheizen des Grills über die Vorbereitung des Grillguts (inkl. Marinaden, Beilagen etc.) Schritt für Schritt zum richtigen Ergebnis. Ob würzen, wenden oder herausnehmen zum Ruhen – alles wird im Handy-Display angezeigt und teilweise sogar im Video erklärt. Sehr praktisch: In der App lässt sich für jede Sorte Fleisch oder Fisch auch die Dicke des Grillguts einstellen, so wird die Grillzeit jedes Mal individuell berechnet. Jede Menge Rezeptideen gibt es auch.

Im Test wurde ein vier Zentimeter dickes Schweinekotelett gegrillt. Die Grillzeit wurde von der App mit 16 Minuten bei einer Grilltemperatur von 250 bis 270 Grad berechnet, als Kerntemperatur sollte 60 Grad erreicht werden. Nach sieben Minuten sollte das Kotelett dabei gewendet werden.

Genesis 2 mit Connect-Technology

Test-Resultat: Sowohl bei sieben als auch bei 16 Minuten ertönte das Signal auf dem Handy. Das Fleisch hatte außen eine schöne Kruste und war innen noch sehr saftig – so muss es sein. Parallel dazu wurden mit Frischkäse, Parmesan und Speck gefüllte Champignons sowie bunte Kartoffel-Paprika-Spieße gegart. Das Ergebnis: Drei Komponenten für einen leckeren Teller, für den dank App und Connect-Technology nur einmal der Grill zum Wenden der Koteletts geöffnet werden musste.

Ergebnis vom Genesis 2 mit Connect-Technology

Fazit: Das Grillen mit Connect-Technology ist quasi Grillen mit Geling-Garantie. Aber es ist auch für Grill-Profis hilfreich: Man muss nicht mehr die ganze Zeit am Grill stehen und den Garvorgang überwachen, sondern hat mehr Zeit für seine Gäste oder die Vorbereitung für die nächsten Grillgänge. Der Preis für diesen Grill startet bei 1363,95 Euro UVP, das etwas kleine Spirit-Modell beginnt bei 943,95 Euro.

Weitere Testberichte habe ich hier für Euch zusammengestellt.

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